Rosado ist die aktuelle Sommerfarbe

   Mag zwar für die Sommersonnenstrand-, Freizeit- oder gar Citymode nicht gelten, aber mit dem SpanienWeinSonderpreis

          DIE BESTEN SPANIEN-ROSADOS 2008

brechen wir eine Lanze für das faszinierende, rosarote Kaleidoskop der SpanienWeine. Zur Zeit hat unser Jurorenteam, wie üblich bewaffnet mit auf Hochglanz polierten Riedel Sommeliers und gespannt auf Entdeckungen, über 300 Rosados aus Spanien (Stillweine, Cavas, Vinos de Aguja) auf dem Prüfstand seiner kritischen Augen, Nasen, Gaumen. Die ersten Ergebnisse der Verkostungen finden hier

Rosados mit Goldmedaille
Leider wurde bisher kein Wein von den LaSelección-Verkosterteams einstimmig mit 95 und mehr Punkten bewertet

Rosados mit Silbermedaille
15 Weine, von den LaSelección-Verkosterteams einstimmig mit 90 bis 94 Punkten bewertet

Rosados mit Bronzemedaille
37 Weine, von den LaSelección-Verkosterteams einstimmig mit 85 bis 89 Punkten bewertet

und werden Sie feststellen, dass

         “Ein Rosé ist weder Fleisch noch Fisch”

ein ebenso saublöder wie total falscher Spruch ist, der leider immer noch unter sogenannten und selbst erkannten ?Weinkennern? kursiert.
   Okay, Roséweine sind Wanderer zwischen zwei Welten, zwischen Weiss und Rot, und deshalb eben für einfachere Weingemüter, die nur diese beiden Extreme akzeptieren, schon etwas schwieriger zu beurteilen. Denn es ist sicher alles andere als einfach, Dr. Jeckill und Mr. Hyde zur gleichen Zeit zu sein.
   Aber ein Rosado ist weder ein Wein für alle, für jede und alle Gelegenheiten, noch ein Harlekin, auf der einen Seite rot, auf der anderen Seite weiss. Seine Einzigartigkeit liegt darin, dass er beides ist. Auch wenn er für so einige als minderwertig gilt: Er ist der einzige Wein, der das Niemandsland zwischen Wein und Erfrischungsgetränk ausfüllt.
   Und für den echten Weinkenner, dem ein volumenpotenter, alkoholstarker Roter in der Hitze zu wuchtig daherkommt, sind Rosés mehr nur als ein sommerlicher Rotweinersatz. Denn er weiss - zu seinem Geniesserglück - die speziellen Tugenden der Qualitätsrosados zu schätzen.
Rosados werden normalerweise aus blauen (in einigen speziellen Fällen auch aus einer Mischung blauer und weisser) Trauben geboren. Von der Herstellung her stehen sie dem Weisswein eigentlich näher als dem Rotwein, und sie haben aufgrund ihrer Herstellungsmethode deutlich weniger Gerbstoffe als Rotweine.

        Leider sind gute Rosados viel rarer als man(n) glaubt

    Dass, obwohl die Önologen mit ihrer Kenntnis physikalischer, chemischer und biologischer Reaktionen in der Weinbereitung, ihrer Trickkiste, mit modernster Kellereitechnologie und besten, zum idealen Zeitpunkt gelesenen Trauben, heute Rosados machen können, die alle Dagewesenen in den Schatten stellen. Mehr darüber, wie ein guter Rosados sein soll und auch wie er gemacht wird, lesen Sie hier.

   Ein Qualitätsrosado von heute zeichnet sich aus durch

   • lebendiges, brillantes Himbeer- bis Erdbeerrosa.
      Die Farbintensität ist zweitrangig.
      Da es keine genaue Definition für die Farben von Rosado gibt, kann sie von einem sehr hellen, fast
      schon weissweinigen Rosenrosa über mehr oder weniger intensives Himbeer-, Erdbeer- bis zu einem
      kräftigen Knorpelkirschrosa gehen.
      Zwiebelschale, bläuliche Töne, Dachziegel oder Kupfer hingegen sind eigentlich schon Zeichen
      von
Oxidation und solche Weine sollten Sie vergessen.

   • sauberes, fruchtig-frisches und angenehm ausgeprägtes, animierendes Aroma.
   • gute Struktur (vollmundig) am Gaumen, mit fruchtigen, retronasalen Akzenten und schönem, f
      fruchtig-frischem Nachhall.


   Eine hervorstechende Eigenschaft des Rosados ist ihre gastronomische Vielfalt. Sie passen zwar nicht zu allem, sind aber immer wieder eine gute Lösung da, wo andere rite oder weisse Weine scheitern. Ausgezeichnet harmonieren sie mit Grillgemüse wie Spargel, Tomaten, Auberginen..., mit Fisch, Reis- und Nudelgerichten, mit Salaten, Geflügel oder hellem Fleisch, sofern die Gerichte nicht zu pikant gewürzt sind.
    Ihre besten Eigenschaften aber entfalten Rosados bei Temperaturen zwischen +6-8° C. Und ein guter Qualitätsrosé darf ruhig etwas wärmer (+10-12° C.) serviert werden.
   Möchte man es kälter, sollte man seinen Durst besser mit Mineralwasser, Säften und Erfrischungsgetränken stillen.

Wie ein Rosado rosado wird

• Gepresster Rosado
  Bei der verbreitetsten Methode werden die blauen Trauben nach einer Filmmazeration gepresst und der Wein nach der Weissweinmethode erzeugt.
  So entstehen lebhafte, leichte Wein, arm an Tannin, die jung getrunken werden sollen.

• Blutrosado
   Die zweithäufigste Methode ist das sogenannte "Bluten": Die Trauben werden angequetscht, aber nicht gepresst und bevor der Most ein dunkleres Rot annehmen kann, wird er abgezogen oder durch "Abtropfen" gewonnen. Dann folgt zuerst die Alkoholfermentation und, da ein Blutrosado mehr Tannin als der gepresste enthält, auch noch die malolaktische Gärung.

• Misch-Rosado
   Eine weitere Möglichkeit, Rosados herzustellen, ist, rote und weisse Trauben in einem be-
   stimmten Verhältnis, je nach gewünschter Farbdichte, zu mischen und zusammen zu fermentieren, was traditionell bei den spanischen “Claretes”, einer Art Weissherbst, üblich ist.