Hier sind sie:
Spaniens beste Rosés 2011
Und Sie haben die Auswahl, können dem Anlass entsprechend wählen: Süffige Weine. Fruchtigfrische Weine. Trockene Weine. Leichte Weine mit max. 12, 5 % Vol. Spritzig-schäumende Weine.
Spanien ist ein RoséWeinParadies
Die grösste Teil der Rosados kommt aus den klassischen Rosado-Gebieten Aragón, Cigales, Navarra, wird aus heimischen (autochthonen) Rebsorten wie Bobal, Garnacha, Monastrell, Trepat oder den Brüdern des Tempranillo-Clans gemacht, und nicht selten sind es auch die klassischen Claretes, eine Mischung von roten und weissen Rebsorten.
Inzwischen aber überraschen auch die Winzer anderer Anbaugebiet wie Catalunya mit ausgezeichneten Weinen, von fruchtbetonten trockenen bis zu avantgardistisch-modernen Tropfen, und nicht zu vergessen die schäumenden Cavas, die Perlweine oder die Rosados von Spaniens Inselwelt, von den Balearen, aus Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera sowie von den Kanarischen Inseln.
Rosados sind trendy
Deshalb sicher steigt auch Jahr für Jahr die Zahl der Weine, die von ihren Machern zur LaSelección Trophy der spanischen Roséweine eingesandt werden und jedes Jahr können unsere Profi-Juroren eine bemerkenswerte Qualitätssteigerung feststellen.
Was eigentlich ist ein guter Rosado?
Noch vor wenigen Jahren liess sich niemand, der etwas auf sich hielt, mit einer Flasche Rosé erwischen. Denn das war ein höchst fragwürdige Gesöff der Warmduscher, die sich sowohl vor der Säure von Weisswein als auch vor den pelzigen Tanninen von Rotwein fürchteten und sich drum für den Mittelweg, der in diesem Fall nicht nur den geschmacklichen, sondern auch gesellschaftlichen Tod bedeutete, entschieden.
Rosé war das Getränk naiver Stimmungstrinker, denen schon die Kondens-wasserperlen auf der Flasche prickelnden Lebensesprit suggerierte. Ein Wein für schafsköpfige Marketingopfer, die sich im Supermarkt diese traurige Plörre als frischen, unkomplizierten Sommerwein andrehen liessen.
Und der britische Weinpapst Hugh Johnson bemerkte gönnerhaft: "Im Bandol, das auf den besten Rotwein der Provence stolz sein kann, geraten die Rosés tiefgründiger, runder und sind fast schon ernsthafte Weine."
Was ist aus diesen "fast schon ernsthaften Weinen" geworden? In Frankreich, der Trutzburg traditioneller Weinkultur, ist inzwischen jeder fünfte Wein, der entkorkt wird, ein Rosé.
Früher war Rosé in den meisten Fällen ein Abfallprodukt. In schwachen Jahren zog man gerne Saft von der Maische ab, um so den verbliebenen Most zu konzentrieren, und machte einen Rosé daraus, schliesslich soll man ja nichts verkommen lassen.
Heute gilt dem Rosé ein ganz anderes vinologisches Engagement
Denn inwischen - das ist für uns Weinfreunde viel entscheidender - nehmen die Produzenten den neuen In-Wein sehr viel ernster als früher und liefern deutlich bessere Qualitäten, weil Weinfreunde auf den Geschmack am lachsfarbenen Tropfen gekommen sind, so eigenwillige Weine wie die Bobals aus Utiel-Requena, die Garnachas aus Navarra oder den herrlich urtümlichen Trepat aus Katalunien entdeckten, der mit seinen wunderbaren Noten von Himbeere, Erdbeere und einen Hauch Hagebutte auch als moussierender Cava einen perfekten Aperitif darstellt, der jeden Prosecco mit links schlägt.
In Deutschland ist man zwar noch weit davon entfernt, dass jede fünfte Flasche wie in Frankreich ein Rosé ist, aber zehn Prozent - mit steigender Tendenz - des Weinumsatzes machen der Rosé auch hier aus.
Während der Rotwein ein elaborierter Wein ist, der Rosé das Gleiche im Naturzustand und, wenn er gut gemacht ist, ein schönes Vergnügen, hat animierende Säure, die pure, rotfruchtig klare Duftigkeit, Lebendigkeit des jungen Rotweins, der nicht mit Holz in Berührung gekommen ist, und geringe Alkoholgradation.
Gaumenschmeichler mit Potenzial
Ein sehr guter und exzellenter Rosé wie die, die die Experten der LaSelección- Jury mit einer Gold- oder Silbermedaille ausgezeichnet haben, sind ernstzu-nehmende Weine und müssenm sich nicht verstecken. Sie stehen mit ihrer romantischen Leuchtkraft für eine unkomplizierte, locker entspannte Lebens-freude: Weine, die gewissermassen ihr Hemd immer einen Knopf weiter offen tragen als ihre weißen und roten Brüder.
Perlender Genuss
Neben den Cavas in rosé, die sich seit Jahren, wie allle Rosés, steigender Beliebtheit erfreuen, finden auch die Vinos de Aguja, leider ist den Spaniern noch kein fetziger Name für dieses spritzigen Cava-Verwandten eingefallen und pfiffige Weinmacher behelfen sich mit dem italienischen Frizzante, immer mehr Freunde. Sie haben weniger Kohlensäure als die Cavas, sind - unterstützt durch die Perlage und Säure - frischer, es gibt sie von knochentrocken bis zum feinsüssen Favoriten der Weinfreunde und sie sind ideale Partner zu Fisch, Meeresfrüchten und fleischlosen Gerichten.